Jörg Bergs border=
Unweit auf der Route von Essaouiera nach Marrakesch liegt der Ort Had-Draa, der von Touristen bisweilen gemieden wird. Hier findet Sonntags einer der ereignisreichsten Märke in Marokko statt. In all dem Staub und Schmutz werden Tiere lebendig verkauft und auch vor Ort geschlachtet. Obst, Gemüse, Kleidung, Gebrauchtwaren oder auch fertig zum Verzehr angerichtete Mahlzeiten gibt es in großer Menge zu kaufen. Auf unserem Halt kauften wir für knappe 30 Dirham (3 Euro) Nahrungsmittel, um 4 Personen den ganzen Tag mehr als satt zu bekommen und selbst für die Folgetage war genug übrig geblieben. Um die Menschen und deren vom Glaube geprägten Erscheinung zu respektieren trugen wir unauffällige Kleidung; meine Frau sogar eine Jelaba. Wohlgemerkt: Bei über 30° im Schatten.
Bulgarien 2006, kurz vor dem EU Beitritt. Die Reise entlang der Schwarzmeerküste gestaltete sich als Abenteuer. Neben viel Armut hatte ich aber auch Einblicke in den Aufbau westlicher Industriezweige, die hier billiglohn-Arbeitsplätze realisieren.
Direkt an der alten wunderschönen Hafenstadt Essaouiera befindet sich die Fischerrei. Der Besucher hat den Eindruck 100 Jahre zurückversetzt zu sein. Klassische Arbeitsweisen wie hierzumal vor den Weltkriegen finden sich dort wieder. Der Tourismus ist zwar schon enorm (die Stadt ist nicht allzuweit von Agadir entfernt), dennoch sind hier schöne Bilder ohne dahergelaufene Touris möglich. Die Menschen hier sind an fotowütige Touristen gewöhnt und reagieren sehr gelassen wenn fotografiert wird. Das ist in Marokko (bis auf die Region rund um Agadir) überhaupt nicht der Fall.
Marokko, Essaouiera bei Nacht. Eine kurze Reportage durch die beliebte Hafenstadt von Marokko.

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