Mit den von mir eingesetzten Scannern ist die Digitalisierung großer Stückzahlen von Dias und Negativen problemlos möglich. Auf einige Dinge muss vor Auftragsabgabe geachtet werden.
Viele Kunden stellen sich die Frage welche Auflösung für das digitale Archivieren der Bildbestände notwendig und sinnvoll ist. Das hängt von mehreren Faktoren ab. Zunächst muss geprüft werden, ob genügend Speicherplatz für die digitale Version eines Diabestandes von z.B. 2000 Stück vorhanden ist.
Eine 4000dpi Digitalisierung eines Farbnegatives oder Dias mit 8-Bit pro Kanal (Auflösung ca. 5680x3710) benötigt in einer jpg Kompression von 97% im Mittel zwischen 10 und 12 MB Speicherkapazität auf dem Datenträger. Das gleiche Bild benötigt im unkomprimiertem TIF Format ca. 64MB pro Bild bei 8-Bit Farbtiefe. Werden die Vorlagen mit 16-Bit pro Kanal gescannt, verdoppelt sich dieser Wert.
Ein Bestand von 2000 Dias benötigt in digitaler jpg Form also ca. 22.000 MB Speicherplatz, dass entsprechen 22 GB.
Die nächste Faktor, der überprüft werden sollte, ist der Nutzwert einer hohen Auflösung. Aktuelle Kleinbild-Filme, die mit 4000dpi gescannt werden, besitzen eine Informationsdichte von ca. 20 Mega-Pixeln. Das reicht selbst für ausstellungsgroße Abzüge vollkommen aus.
Vorlagen aus den 60er, 70er und 80er Jahren besitzen nicht diese hohe Informationsdichte. Eine 4000dpi Digitalisierung ist meiner Meinung nach übertrieben. Bei älteren Dia/Negativbeständen empfehle ich eine Auflösung von 2700dpi. Diese Auflösung reicht für Ausbelichtungen in Größe A4 bis A3 vollkommen aus, und sie spart ca. die Hälfte an Speicherkapazität.
Eine Auflösung von 8000dpi wird ausschließlich bei Einzelvorlagen angewandt. Es werden keine Archive in dieser Auflösung gescannt, was bei älterem Material auch sinnfrei ist.
Bei Farbmaterialen, einschließlich Kodachrome Dias, wird die ICE4 Technologie angewand, die im hohem maße Kratzer, Staub und allgemeine Unreinheiten auf den Vorlagen mittels Infrarotabtastung eliminiert. Sie erhalten sehr saubere, zu 95% staub- und kratzerfreie Digitalisierungen.
Bedingt durch das metallische Silber bei Schwarz-Weiss Negativen, können diese Vorlagen nicht mit dem ICE4 Verfahren gescannt werden. Scans von echten Schwarz-Weiss Filmen müssen also nachträglich digital ausgefleckt werden, was ich per Option für Sie übernehme (siehe Punkt Restauration).
Unterbelichtete Vorlagen, allen voran Dias, erschweren das Scannen. Als Option bieten meine Geräte eine Mehrfachbelichtung an, die aus den schwierigen Schattenregionen ein Mehr an Zeichnung digitalisieren.
Aktuelles Filmmaterial wird auf Wunsch farbkalibriert digitalisiert. Für ältere Filme habe ich eigens erstellte Farbprofile entwickelt, um eine nahezu Echtheit der Farbwiedergabe erzielen zu können.