Schwarz-Weiß Filmentwicklung mit Kodak XTOL

Warum?

Dieser Text ist die fünfte Auflage eines Praxisberichts der sich in der Vergangenheit  außerordentlich bewährt hat. Trotzdem wurden mir im Laufe der letzten Jahre oft Fragen gestellt, die in meinem ersten Text nicht vollständig geklärt wurden. Da die bisher einzige inoffizielle XTOL http://www.covingtoninnovations.com/xtol/ seit 2006 nicht mehr aktualisiert wird und dem zur Folge viele veraltete Informationen enthält, habe ich nun den Entschluss gefasst, das Thema rund um den Kodak Entwickler überarbeiten.

Ich weise an dieser Stelle darauf hin, dass der folgende Text meine eigenen Erfahrungen beinhaltet und keinen offiziellen Ratgeber darstellt. Das Umsetzen der nachfolgend erwähnten Tipps erfolgt ausdrücklich auf eigene Gefahr. Auch ist die Tabelle zum Schluss (nur in der Kaufversion dieses Textes) durch eigene Tests zu verifizieren. Haben Sie darüber hinaus Fragen, so erreichen Sie mich unter der Email-Adresse info@joerg-bergs.de.

Der XTOL Entwickler

Im Jahr 1996 erschien Kodaks neuer Schwarz-Weiß Filmentwickler XTOL. Gedacht als Nachfolger für D76 basiert der Standardentwickler nicht auf Hydrochinon, sondern auf ein Derivat der Ascorbinsäure als Entwicklungssubstanz. Ein eindeutig ökologischer Vorteil gegenüber vergleichbaren Entwicklern. In der Kodak Schwarz-Weiß Filmentwicklungsgeschichte stellt XTOL auch die letzte Entwicklung dieser Gattung dar. Kodak liefert den Entwickler als Pulverentwickler, abgepackt in zwei Komponenten A und B für einen 1- oder 5 Liter Ansatz. Gegenwärtig ist in Deutschland nur die Verpackungseinheit für den 5 Liter Ansatz erhältlich, auch wenn im originalen englischsprachigen Datenblatt Verpackungseinheiten für einen 1-, 5- und 50 Liter Ansatz aufgeführt sind. Ob andere Verpackungseinheiten in Deutschland bezogen werden können, entzieht sich meiner Erkenntnis.

Vorteile gegenüber dem im gleichen Segment angebotenen D76 und ähnlichen Entwicklern sind die 10%tige Steigerung der Vergrößerbarkeit von Negativen bei gleicher Schärfe und gleichem Korn (Stephen G. Anchell, Bill Troop / The Film Developing Cookbook), die oben genannten ökologischen Verbesserungen und eine um ca. 1/3 Blende höhere Schattenzeichnung. Darüber hinausgehende Parameter halte ich für vergleichbar.

XTOL besitzt zudem die Eigenschaft der vollen Empfindlichkeitsausnutzung der Filme gepaart mit einer guten Schärfe und feinem Filmkorn. Als Universalentwickler ist dieser sehr gut geeignet für den Normal-, Pull- und Pushprozess.

Den kompletten XTOL Artikel können Sie als PDF Datei erwerben:

XTol, der Fachartikel im Shop zum Download als PDF inkl. Zeitentabelle

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