Kodak Ektar 100 Rollfilm – Farbenpracht

Auf meiner Reise im März entlang der Nordsee in Holland und Belgien spürte ich die Naturgewalten. Eine raue See, tiefe Frosttemperaturen und ein durchdringender Wind machte die fotografische Arbeit zur Herausforderung.

Ich hatte auf meiner Reise meine Rollei 6008AF und eine Leica M7 dabei. Für die Landschaftsaufnahmen nutzte ich meistens die Rollei 6008AF, die mit folgenden Filmen geladen wurde:

• Kodak Ektar 100 Rollfilm

• Kodak Portra 160 Roll- und Kleinbildfilm (für die M7)

• Ilford Delta 100 Rollfilm

In der Regel nutze ich nur wenige Filmsorten, aber auf meiner Frühjahrsreise entschied ich mich für die Nutzung mehrerer hochqualitativer Filmsorgen und nahm zwei Filmmagazine mit, damit ich im schnellen Wechsel sofortigen Zugriff auf mehrere Filmsorten hatte. Bei hohen Kontrasten arbeite ich mit SW Film nach dem Zonensystem, bei C41 verzichte ich darauf, da diese Filmgattung hohe Kontraste sehr ausgleichend verarbeitet.

 

Nordeuropa bietet über einen langen Zeitraum feines Licht in den Morgen- und Abendstunden

In unseren Breitengraden haben wir während der dunklen Jahreszeit enorme fotografische Vorteile. Der Sonnen Auf- und Untergang dauert recht lange. Darüber hinaus ist das Licht über Stunden dank der tiefstehenden Sonne recht flach, sodass die Arbeit auf Film recht entspannt und völlig ohne Zeitdruck ausfällt. Durchaus kann man gute 4 Stunden am Morgen und ebenso lange in den Abendstunden arbeiten und dabei die Natur mit all ihren Facetten auf Film bannen.

 

Technik: Warum Kodak Ektar 100 und nicht Velvia

Für die folgenden zwei Motive entschied ich mich für den Kodak Ektar 100, der meinen über Jahrzehnte bevorzugten Fuji Velvia 50 vollständig ersetzte. Der Kodak Ektar 100 bietet mir einen sehr großen Belichtungsspielraum und ebenso gesättigte Farben, die meinem Farbgeschmack besser gefallen, weil die Farben des Ektar wärmer im Direktvergleich zum Velvia 50 ausfallen. Darüber hinaus lässt sich der Kodak Ektar 100 besser scannen und in diesem Prozess besser filtern und steuern. Das Ergebnis lässt Großvergrößerungen zu, ohne das Korn oder ähnliche Parameter störend ausfallen.

Ich belichte den Kodak Ektar 100 punktgenau auf 100ASA. Eine Überbelichtung, die ich bei der Kodak Portra Serie bevorzuge, vermeide ich, weil die Farbsättigung bei Überbelichtung unnatürlich wirkt und das Korn sich kaum noch in der Wirkung reduzieren lässt.

Der Vorteil beim Einsatz von Farbnegativfilm in der Landschaftsfotografie ist der unglaublich hohe Belichtungsspielraum. Selbst extrem kontrastreiche Motive lassen sich nach der Entwicklung auf einem guten Scanner, wie ich sie im Lab bei www.meinfilmlab.de nutze, vollständig erfassen.

Nachfolgend zwei, meiner Meinung nach sehenswerte, Motive. Aufgenommen auf Kodak Ektar 100 6x6 Rollfilm mit der Rollei 6008AF. Ich nutzte für die Bilder ein Schneider Xenotar 80AF und Distagon 50FLE Objektiv, abgeblendet auf Blende 16. Gemessen habe ich per einfacher Lichtmessung mit der Kalotte in meine Richtung, gegen Boden geneigt.

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