Die Magie der Landschaft

Immer wieder – zu jeder Jahreszeit – zieht es mich in meiner Heimat an die gleiche Stelle: Es gibt diese magischen Orte im Hohen Venn, die etwas Mystisches ausstrahlen. Sie vermitteln Ruhe, ja, vermögen sogar Geschichten zu erzählen.

Gerade diese Momente ziehen mich fotografisch in den Bann. Ich vergesse Zeit und Raum und besinne mich auf das Motiv.

Es gibt Stellen, die müssen mühsam erlaufen werden. Andererseits gibt es fotografisch bedeutende Stellen, die unweit vom geparktem PKW entfernt sind. Dieser Baum findet sich schnell zu erreichen im Brackvenn. Dieser Baum und die typische Umgebung mit ihren Geräuschen, dem sich ständig wandelndem Wetter und dem Licht, dass immer anders ist, lassen mich immer wieder ein Bild fertigen.

An diesem Tag im Sommer, der eigentlich kein Hochsommertag war, entschied ich mir für ein Bild kurz vor Sonnenuntergang. Sehr schön war die gesamte Lichtstimmung. Ein formiertes, recht dunkles Wolkenband deutete Regen an. Interessant war der Abschluss dieses Wolkenbandes kurz über dem Horizont, der binnen weniger Sekunden aufriss und förmlich brannte. Die Sonne bannte sich durch den Dunst ihren Weg zum Horizont.

 

Die Aufnahme auf Film

Ich entschied mich für ein 150mm Teleobjektiv, blendete es auf Blende 11 ab, schraubte einen Rotfilter vor die Linse und nahm das Bild nach kurzer Lichtmessung auf Ilford Delta 100 Rollfilm auf. Ich entschied mich gegen eine N-1 Belichtung und Entwicklung. Der Kontrast war mit knapp 7 Blenden schon ziemlich, aber den Horizont, der in diesem Motiv kontrastbestimmend war, würde ich ohne angepasste Entwicklung/Belichtung in der Dunkelkammer in den Griff bekommen.

Tage Später entwickelte ich den Film in XTol 1+3 und vergrößerte das Motiv auf Ilford Multigrade Warmton Barytpapier, dass in Moersch ECO4812 ausentwickelt wurde. Es folgte eine Selen- und Schwefeltonung.

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